Mahdia und Umgebung

Auf einer schmalen Landzunge drängen sich die kleinen weißen Häuser dicht ans Meer. Gegenüber herrliche Sandstrände. Eine türkische Festung, ein Seefahrerfriedhof … Mahdia hat ein ganz besonderes Flair. 


Mahdia ist ein überschaubarer Badeort, dessen Strände zu den schönsten ganz Tunesiens zählen. Egal ob für einen Urlaub zu zweit oder mit der Familie, es ist das ideale Reiseziel für alle, die am Sandstrand ausspannen, im kristallklaren Wasser schwimmen, eine Thalasso-Behandlung machen oder tauchen wollen. 

Sie bevorzugen vielleicht kleine einsame Strände oder die Felsenstrände, an denen die Bewohner Mahdias im Sommer baden, fernab der Club-Hotels. Das Wasser ist dort herrlich kühl und klar. 

Haben Sie Lust auf einen Spaziergang, eine Entdeckungstour durch die Stadt? Mahdia lässt sich leicht zu Fuß erkunden. Zur Medina gelangen Sie durch eine lange, enge Torburg, ein Überrest einer alten, mittelalterlichen Zitadelle. Flanieren Sie durch die Altstadt mit ihren weißen Häusern und grünen Türen. Wer ein wenig Neugier mitbringt, entdeckt mühelos eine der Webereien, wo wunderschöne, mit Gold- und Silberfäden durchwirkte Seidenstoffe hergestellt werden: die Frauen von Mahdia tragen sie kunstvoll drapiert. An der Spitze der Halbinsel, gegenüber dem wunderschönen alten Seefahrerfriedhof, bietet die türkische Festung einen atemberaubenden Blick. 

Auf Ihrem Spaziergang treffen Sie auf weitere historische Stätten. Einst ein phönizischer Hafen, wurde Mahdia im 10. Jahrhundert zur ersten Hauptstadt der Fatimiden, einer islamischen Dynastie, der eine glorreiche Zukunft verheißen war. Die Stadt war immer ein von vielen Staaten umkämpfter, strategischer Hafen. 

Wenn Sie das Ambiente von Fischereihäfen mögen, dann sollten Sie sich unbedingt, den Hafen von Mahdia anschauen: es ist einer der größten in Tunesien. Rund um den Hafen, erwarten Sie ausgezeichnete Fischrestaurants!

Als einstige erste Hauptstadt der Fatimiden und späterer strategischer Hafen hat Mahdia eine Fülle historischer Spuren bewahrt. Ganz in der Nähe befindet sich eines der herausragendsten antiken Baudenkmäler Tunesiens: das Amphitheater von El Djem. 


Die Skifa Kahla

Zur Zeit der ersten Fatimidenkalifen befand sich auf der Halbinsel von Mahdia die befestigte Residenzstadt der Kalifen. Von der umlaufenden Befestigungsmauer ist nur noch eine gewaltige Torburg, die „Skifa Kahla“, der dunkle Vorhof, erhalten. Es ist ein langer Gewölbegang, durch den man in die Medina gelangt. Heute werden dort kunsthandwerkliche Produkte verkauft, darunter die wunderschönen bestickten traditionellen Gewänder.  


Die türkische Festung 

Diese monumentale, im 17. Jahrhundert erbaute Festung erinnert daran, dass Mahdia einst ein Stützpunkt des türkischen Korsaren Dragut war. Zu einer Zeit als Spanier und Osmanen um die Vorherrschaft über die tunesischen Häfen kämpften. 


Der Seefahrerfriedhof und das Tor der Eroberungen 

Es gibt kaum einen poetischeren Ort als diesen Friedhof, dessen kleine weiße Gräber sich sanft dem Meer zuneigen. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein in den Fels gehauenes Becken, neben dem sich die Ruinen eines monumentalen Torbogens erheben: es handelt sich um die Überreste eines einstigen phönizischen Militärhafens.  


Die Große Moschee 

Sie ist die originalgetreue Rekonstruktion der Fatimidenmoschee, die nach den im Laufe der verschiedenen Jahrhunderte erfolgten Umbauarbeiten wieder neu aufgebaut wurde. 


Das Museum 

Griechische Säulen, mittelalterliche Keramiken, Schmuck und prachtvolle, traditionelle Hochzeitsgewänder … das Museum von Mahdia bildet die gesamte Stadtgeschichte ab. 


Das Amphitheater von El Djem

Dieses zu den UNESCO-Welterbestätten zählende römische Amphitheater ist eines der größten und besterhaltensten weltweit. In der imposanten und doch harmonischen Arena fanden einst Raubtierkämpfe statt. Weiterlesen.
Zu besichtigen sind weiterhin ein Museum und eine originalgetreu nachgebaute römische Villa.
Präsentation und praktische Hinweise

Sousse und Monastir

Besuchen Sie diese beiden Küstenstädte, die beeindruckende Denkmäler aus dem Mittelalter erhalten konnten: Befestigungsmauern, Moscheen, Ribats (kleine Befestigungsanlagen, die in früheren Zeiten von religiösen muslimischen Gemeinden bewohnt wurden) … Die Medina von Sousse ist UNESCO Weltkulturerbe. Weiterlesen.


Kairouan

Als erste Hauptstadt des muslimischen Tunesien beherbergt Kairouan beeindruckende Zeugnisse seiner Blütezeit: die Große Moschee (die erste Moschee im Maghreb) und die Becken der Aghlabiden (Wasserspeicher). Spazieren Sie durch die Medina, genießen Sie die traditionelle Atmosphäre und besuchen Sie das Mausoleum von Sidi Sahbi, bekannt als die „Barbier-Moschee“. Die Stadt Kairouan zählt zum UNESCO Weltkulturerbe. Weiterlesen.


Sfax und die Kerkennah-Inseln 

Ein Ausflug nach Sfax, der nach der Hauptstadt Tunis zweitgrößten Stadt Tunesiens, lohnt sich, um die beeindruckende Medina zu besichtigen, die vollständig von einer zinnenbewehrten Stadtmauer umgeben ist. Der Stadt vorgelagert ist das romantische Kerkennah-Archipel: endlose Sandstrände, verträumte, palmengesäumte Landschaften, Vogelschwärme am Kiesstrand … Weiterlesen.